Im Oktober 2025 ist die Startphase der Smart Village App Community offiziell begonnen. Seither sind einige Monate vergangen – ein guter Zeitpunkt, um innezuhalten, Bilanz zu ziehen und den Blick nach vorn zu richten. Denn wir sind nun in etwa auf Halbzeit dieser ersten, bewusst als Aufbau- und Erprobungsphase angelegten Etappe.
Was wir seit Oktober 2025 aufgebaut haben
In den vergangenen Monaten ging es vor allem darum, tragfähige Grundlagen zu schaffen – strukturell, kommunikativ und inhaltlich.
Organisationsstrukturen:
Wir haben erste Orga- und Arbeitsstrukturen definiert, Zuständigkeiten geklärt und Rollen sichtbar gemacht. Nicht im Sinne einer fertigen Organisation, sondern als lernendes Gerüst, das mit der Community wachsen kann.
Kommunikation – intern und extern:
Parallel dazu wurden interne Austauschkanäle für die beteiligten Kommunen etabliert sowie erste externe Kommunikationsformate aufgebaut. Ziel war es von Anfang an, Transparenz zu schaffen und Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen – ohne unnötige Hürden oder Tool-Overkill.
Website & Sichtbarkeit:
Mit der Website der Smart Village App Community ist ein zentraler Anlaufpunkt entstanden, der informiert, einordnet und die Community nach außen sichtbar macht. Sie ist bewusst kein abgeschlossenes Produkt, sondern ein wachsender Raum, der mit den Themen und Bedarfen der Community weiterentwickelt wird.
Viele Gespräche im Hintergrund:
Ein großer Teil der Arbeit fand – und findet – jenseits der sichtbaren Oberfläche statt: in Gesprächen mit Kommunen, mit Partnern aus Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Open-Source-Ökosystemen. Diese Gespräche waren und sind entscheidend, um Erwartungen, Bedarfe und mögliche nächste Schritte realistisch einzuordnen.
Austausch, Lernen und Vernetzung
Wichtig für die Startphase war zudem der Blick über den eigenen Tellerrand. In den vergangenen Monaten haben wir zahlreiche Veranstaltungen und Formate besucht, unter anderem von:
- Project Together
Project Together arbeitet an neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen Staat, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Der Fokus liegt auf kooperativen Ansätzen, systemischem Wandel und der Frage, wie gesellschaftliche Innovationen langfristig getragen werden können. - Zukunft D
Zukunft D bringt Akteur:innen aus Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und Tech zusammen, um über den digitalen Staat von morgen zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Vernetzung, Lernen voneinander und das Teilen von Praxiserfahrungen. - NEGZ
Das Nationale E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) bietet Raum für fachlichen Austausch rund um Verwaltungsdigitalisierung, Governance-Fragen und langfristige Transformationsprozesse im öffentlichen Sektor. - Zentrum für Digitale Souveränität
Das Zentrum für Digitale Souveränität beschäftigt sich mit offenen Standards, Open Source und der Frage, wie Staat und Kommunen digitale Handlungsfähigkeit zurückgewinnen und sichern können.
Diese Formate haben uns bestärkt – und zugleich geerdet: Viele der Fragen, mit denen wir uns beschäftigen, werden aktuell an ganz unterschiedlichen Stellen diskutiert. Die Smart Village App Community ist Teil dieses größeren Diskurses.
Der Blick nach vorn: Verstetigung und Rechtsform
Mit Blick auf die zweite Hälfte der Startphase rückt nun eine zentrale Frage in den Fokus:
Wie kann die Smart Village App Community langfristig tragfähig organisiert werden?
Konkret prüfen wir derzeit, ob und in welcher Form ein Rechtskonstrukt sinnvoll und machbar ist, in dem:

- die beteiligten Kommunen demokratisch vertreten sind,
- Entscheidungen transparent und nachvollziehbar getroffen werden,
- und die Verstetigung der Community sowie der App-Lösung den strukturellen Rahmen erhält, den sie benötigt.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um Geschwindigkeit oder schnelle Lösungen, sondern um Sorgfalt, Beteiligung und Langfristigkeit. Die Erfahrungen der Startphase sind dabei eine wichtige Grundlage.
Halbzeit – und kein Endpunkt
Die Startphase war nie als Selbstzweck gedacht. Sie sollte Raum schaffen zum Ausprobieren, Vernetzen, Lernen und Nachjustieren. Dass wir nun an einem Punkt angekommen sind, an dem strukturelle Fragen stärker in den Vordergrund rücken, ist kein Bruch – sondern ein logischer nächster Schritt.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie die Smart Village App Community weiter Gestalt annimmt. Klar ist schon jetzt: Sie wird nur dann dauerhaft funktionieren, wenn sie gemeinsam getragen, weiterentwickelt und kritisch begleitet wird.
Wir freuen uns darauf, diesen Weg weiterhin gemeinsam mit den Kommunen zu gehen.