Teil 1 unserer Serie: Offen. Kommunal. Gemeinsam.
Die Digitalisierung von Kommunen ist längst mehr als die Einführung einzelner Tools. Es geht um Strukturen, Zusammenarbeit und die Frage, wie digitale Lösungen langfristig tragfähig betrieben und weiterentwickelt werden können.
Mit dieser Beitragsreihe wollen wir genau darüber sprechen:
Warum die Smart Village App so gebaut ist, wie sie gebaut ist – und welche Grundentscheidungen dahinterstehen.
„openCode hat das bisher größte kommunale Open-Source-Projekt ermöglicht.“
Den Anfang macht die Frage:
Warum ist die Smart Village App auf openCode.de veröffentlicht – und was sagen die dort vergebenen Badges eigentlich aus?
openCode.de: Transparenz statt Black Box
openCode.de ist die zentrale Open-Source-Plattform für Software im öffentlichen Sektor in Deutschland. Sie richtet sich explizit an Verwaltungen, kommunale IT-Dienstleister und öffentliche Einrichtungen.
Im Unterschied zu klassischen App-Stores oder proprietären Lösungen geht es hier nicht um Vermarktung, sondern um:
- Transparenz im Quellcode
- Nachnutzbarkeit zwischen Kommunen
- digitale Souveränität
- offene Standards statt Abhängigkeiten
Software, die auf openCode veröffentlicht wird, macht eine klare Aussage:
👉 Diese Lösung ist für den öffentlichen Raum gedacht – und stellt sich dessen Anforderungen.

„openCode hat das bisher größte kommunale Open-Source-Projekt ermöglicht.“
– Konrad Traupe, ehem. PL des MPSC Bad Belzig & Wiesenburg/Mark und Sprecher der Smart Village App Community
Warum die Smart Village App dort veröffentlicht ist
Die Smart Village App wurde von Beginn an nicht als Insellösung gedacht, sondern als gemeinschaftlich nutzbare Plattform für Kommunen – unabhängig von Größe, Bundesland oder Organisationsform.
Die Veröffentlichung auf openCode bedeutet:
- Der Code ist offen einsehbar
- Kommunen können die App nachnutzen, anpassen und weiterentwickeln
- Verbesserungen können zurück in die Gemeinschaft fließen
- Entscheidungen sind nachvollziehbar dokumentiert
Damit folgt die Smart Village App einem zentralen Prinzip kommunaler Digitalisierung:
Nicht jede Kommune muss das Rad neu erfinden.
Was sagen die openCode-Badges aus?
Die Badges auf openCode sind keine Marketingauszeichnungen. Sie zeigen, dass ein Projekt bestimmte fachliche und strukturelle Kriterien erfüllt, die für den öffentlichen Sektor relevant sind.
Dazu gehören unter anderem:

- eine klar definierte Open-Source-Lizenz
- eine nachvollziehbare Projektstruktur
- Dokumentation, die Nachnutzung ermöglicht
- aktive Pflege statt einmaliger Veröffentlichung
- Ausrichtung auf reale Anforderungen von Verwaltungen
Die Badges signalisieren damit:
Diese Software ist nicht nur offen, sondern auch ernsthaft für den Einsatz im kommunalen Kontext gedacht.
Ein Signal für Kooperation
Für Kommunen ist die Listung auf openCode vor allem eines: ein Vertrauens- und Orientierungssignal.
Sie zeigt:
- Die Lösung ist keine Black Box
- Abhängigkeiten werden vermieden
- Zusammenarbeit ist ausdrücklich erwünscht
- Wissen und Investitionen können geteilt werden
Genau deshalb ist die Smart Village App dort zu finden. Und genau deshalb ist openCode ein wichtiger Baustein für eine kooperative, souveräne digitale Verwaltung.
Ausblick: Worum es in der Serie weitergeht
Dieser Beitrag ist Teil 1 unserer Serie „Offen. Kommunal. Gemeinsam.“
In den kommenden Beiträgen beleuchten wir weitere Grundpfeiler der Smart Village App:
- Teil 2: Warum Open Source für Kommunen mehr ist als ein Lizenzmodell
- Teil 3: Von der Einzelanwendung zur Anwendergemeinschaft
- Teil 4: Governance, Betrieb und Verantwortung – wer entscheidet eigentlich was?
- Teil 5: Warum „jede Kommune kocht ihre eigene Suppe“ ein Problem ist – und wie es anders geht